Roter Piranha (Serrasalmus nattereri)

Natterers Sägesalmler oder Roter Piranha ist der am weitesten verbreitete Piranha. Benannt ist er nach dem Sammler der Typusexemplare Johann Natterer. In Brasilien wird Pygocentrus nattereri wegen seiner kräftigen roten Bauchfärbung oft Piranha Vermelha[oder Piranha Caju und im spanischsprachigen Raum meist einfach nur Piraña genannt.Im Deutschen findet man auch die Bezeichnung „Rotbäuchiger Piranha“,eine Übersetzung aus dem englischen Red-bellied Piranha.
Aufgrund seiner weiten Verbreitung treten zahlreiche Farbvarianten, Synonyme, Lokalrassen und Unterarten auf.
Allein in Bolivien wurden im Rio Branco, Tucunaré, im Departamento Beni und im Rio Itinéz/Rio Guaporé unterschiedliche Farbvarietäten gefunden. Weitere Lokalrassen finden sich im kolumbianischen Rio Caquetá, im Rio Negro und im Mittellauf des Amazonas.
Natterers Sägesalmler besitzt den für seine Gattung typischen, relativ hochrückigen und seitlich zusammengedrückten Körperbau. Mit zunehmendem Alter nimmt die Hochrückigkeit zu. Er erreicht eine Größe von etwa 30 Zentimetern, wobei die Männchen im Allgemeinen kleiner bleiben. Das bislang größte Exemplar wurde im Río Cuiaba im Pantanal im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso do Sul gefangen. Ein 3,8 Kilogramm schweres Exemplar stammte aus dem Rio Xingu.
Die bläulich bis braungraue und stark silbrig glänzende Grundfärbung wird von über den ganzen Körper verteilten, metallisch glitzernden Punkten unterbrochen. Die Körperunterseite ist kräftig rot gefärbt. Die Rückenflosse ist von grauer Farbe, die Schwanzflosse ist dunkel bis schwarz gefärbt und hat einen hellen Mittelteil. Bei Jungfischen ist die Afterflosse rot gefärbt, adulte Tiere tragen zusätzlich einen schwarzen Saum. Während der Laichzeit ist die Farbgebung insgesamt deutlich dunkler und die Intensität von einzelnen metallisch glänzenden Schuppen nimmt zu.
Quelle: Wikipedia
Aufnahme: Luisenpark Mannheim 03.12.2016