°°°Baumfalke°°°

Es ging alles blitzschnell...plötzlich aus dem Nichts war er da.
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Bei unserem Ausflug an den Federsee gemeinsam mit den Kraichgauer Fotofutzzi´s Alex & Ira.
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Da blieb nur noch eins, die Kamera hochchreißen, abdrücken und hoffen, dass eines der Foto´s was hergibt.
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Wir hatten noch nie zuvor einen gesehen, geschweige denn, ein Foto von dem schnellen Falken machen können.
Was für ein Erlebnis, auch wenn es nur wenige Sekunden dauerte und er genau so schnell am Horizont verschwand, wie er gekommen war.

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Der Baumfalke (Falco subbuteo) ist in fast ganz Europa zusehen. Außer auf Island, in Schottland und Nordskandinavien. Außerhalb von Europa kann man den kleinen Baumfalken auch in Asien sehen. Der Baumfalke gehört zu den Zugvögeln. Sein Überwinterungsquartier liegt in Südafrika. Der Baumfalke kommt im Frühjahr mit den Schwalben und im Herbst zieht er mit ihnen wieder in sein Winterquartier.
Seine Brutgebiete liegen in halboffenen Landschaften mit hohen Bäumen. Waldränder und Feldgehölze mit angrenzenden Feuchtgebieten werden bevorzugt. Der Baumfalke ist mit seinen ca.35 cm kleiner als der Turmfalke und der Wanderfalke.

Baumfalken Weibchen und Männchen sehen gleich aus. Sie unterscheiden sich in der Größe und im Gewicht. Das Falken Weibchen ist größer und schwerer.

Die Baumfalken bauen keine eigenen Nester zum brüten. Sie sind wie alle Falken auf fremde Nester angewiesen. Sobald sie Ende April Anfang Mai in ihrem Brutrevier eintreffen, geht die Suche nach einem alten Nest los. Es sind meistens Krähen – und Bussardnester.

Der Baumfalke hat eine Jahresbrut, in der Zeit von Mai bis Juli. Sie legen 2-4 Eier. Die Brutdauer beträgt ca. 28 Tage und die Nestlingdauer (Nesthocker) beträgt ca.32 Tage. Die Jungvögel werden von beiden Eltern mit Nahrung versorgt. Die ersten Tage bleibt das Weibchen am Nest und füttert ihre jungen Küken mit der Nahrung die das Männchen zum Nest bringt. Sie verteidigt auch das Nest gegen Feinde. Die Gefahren für Greifvögel lauern überall. Die Baumfalken können ein Alter von 15 Jahren erreichen. Aber die illegale Greifvogelverfolgung in Deutschland reißt leider nicht ab.

Die Nahrung vom Baumfalken besteht überwiegend aus Insekten, Käfern und Vögeln.
Wenn ein Baumfalke, im Sturzflug, in eine Schwalbenkolonie einbricht bekommt man es meistens erst mit, wenn er die Schwalbe schon hat. Durch sein geschicktes fliegen zwischen den aufgescheuchten Schwalben, fällt er durch seine Größe und seine schwalbenartigen Flügel zuerst nicht auf. Der Baumfalke verrät sich durch sein ständiges Rufen, wenn er hinter einer Uferschwalbe her ist.

Wenn Baumfalken beim fliegen schlagartig die Richtung wechseln, hat das immer einen Grund. Entweder jagen sie einem Insekt hinterher oder sie weichen einem Feind aus. Die Feinde vom Baumfalken sind z.B. das Wetter, die Parasiten, die Infektionskrankheiten, der Kolkrabe, der Wanderfalke, der Marder, der Mensch und die Eulen.

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Aufnahme:
Olaf
17.05.2019
Federsee